


[Über Oden]
Gerne würde ich sagen „Oden, ein Klassiker im Winter“, aber die Saison von Oden verlängert sich von Jahr zu Jahr, und man kann es mittlerweile lange Zeit in Convenience-Stores genießen. Die verkaufsstärkste Zeit ist nicht der Hochwinter, sondern Oktober bis November, wenn es anfängt, kalt zu werden. Vielleicht haben jüngere Menschen gar nicht mehr das Bild, dass Oden ein Eintopf für zu Hause oder eine reine Winterspeise ist. Vom Showroom aus sieht man das Wort „Oden“ groß an den Convenience-Stores stehen, und ich schaue manchmal neugierig hin, ob wohl auch Gäste aus dem Ausland das japanische Oden probieren.
In asiatischen Ländern wie Südkorea und Taiwan, mit denen Japan einen Kulturaustausch pflegt, gibt es ähnliche, eigenständige Gerichte. In Korea ist das oft in Dramen vorkommende „Eomuk“ ein Klassiker an Straßenständen aus dünner, flacher Fischpaste am Spieß. Sie werden in einer leichten Brühe aus getrockneten Sardinen oder Konbu-Algen gekocht, und es gibt auch ein scharfes rotes Oden („Maeun Oden“) mit Chili. In Taiwan, Singapur und Malaysia wird es „Yong Tau Foo“ genannt – ein gesundes lokales Gericht, bei dem Tofu oder Gemüse mit Fischpaste gefüllt, kurz gekocht und mit Suppe oder Sauce serviert wird. Auch in Japan kann man regionale Unterschiede genießen. Es gibt vielfältige Würzungen wie das mild gewürzte Oden aus Kansai mit „Gyu-suji“, das „Miso Oden“ aus Nagoya oder das „Kuro Oden“ aus Kyushu mit süßer Sojasauce. Zudem habe ich zum ersten Mal erfahren, dass „Chikuwabu“ in Kanto extrem beliebt ist, in Westjapan jedoch fast gar nicht gegessen wird.
In Nihonbashi, ganz in der Nähe von unserem Showroom, befindet sich das Traditionsgeschäft Kanmo von Kanmon, das ich sehr empfehle. Besonders auf ihr „Hanpen“ legen sie großen Wert: Sie verwenden eine Mischung aus frischem Blauhai und Blauhai im goldenen Schnitt, die 45 Minuten lang in einem Steinmörser geknetet und von Hand geformt wird. Das Ergebnis ist eine luftige Textur und ein intensives Umami. Es schmeckt hervorragend in Oden, aber auch pur mit Wasabi-Sojasauce. Neben Hanpen empfehle ich auch das „Takozou“ mit sichtbaren Tintenfischarmen oder die großen „Ebi-shinjo“. Mit ein paar luxuriösen Zutaten von Kanmo von Kanmon wird aus dem gewohnten Oden ein festliches Gericht mit gehobener Note.
Bei mir zu Hause ist das „do-nabe“ von Ceramic Japan ein fester Bestandteil. Mit seinem klaren Design und seiner Stabilität lässt es sich stapeln, weshalb ich es sehr häufig benutze. Mir gefällt das Design ohne hervorstehende Griffe und die ideale Tiefe, wodurch es sich leicht reinigen lässt. Oden ist für meine Familie das perfekte Gericht, da man es essen kann, wann man möchte, ohne auf die Rückkehr der anderen warten zu müssen. Diesen Winter gehört der Anblick des do-nabe auf dem Gasherd einfach dazu.
do-nabe von Ceramic Japan L
https://www.shokunin.com/de/ceramicjapan/donabe.html
Über den Showroom
https://www.shokunin.com/de/showroom/
Nihonbashi Kanmo
https://www.hanpen.co.jp/
Referenzen
https://tokyu-furusato.jp/m/blog/staff/selections-oden/
https://odendane.com/oden-world-naming/
https://www.hanpen.co.jp/user_data/about/










