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[Kamaboko]

Kamaboko ist eine Art Fischpaste, die durch Formen und Erhitzen von gemahlenem Fischfleisch hergestellt wird und deren Ursprünge bis in die Heian-Zeit zurückreichen. Das früheste erhaltene Dokument, in dem Kamaboko erwähnt wird, ist der alte Text Ruijū Zōyōshō. Dieses Buch berichtet von dem Festmahl, das Fujiwara no Tadamichi, der Kampaku und Udaijin, anlässlich seines Umzugs in eine neue Residenz im Jahr 1115 gab. Zu den servierten Speisen gehörten auch Kamaboko-Spieße. Früher wurde Kamaboko hergestellt, indem man gehackten weißen Fisch (hauptsächlich Süßwasserwels) um Bambusstäbchen wickelte und grillte. Seine Form ähnelte den Stacheln der Rohrkolbenpflanze (gama), daher der Name „Kamaboko“. Diese früheste Form von Kamaboko ist der Prototyp des heutigen Chikuwa.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Form des Kamaboko weiter. Durch Entfernen des Bambus entstand „Chikuwa”, und später erschien „Ita Kamaboko” – eine auf Brettern geformte Paste. So wurde das ursprüngliche Kamaboko am Spieß als „Chikuwa Kamaboko” bekannt, später verkürzt zu „Chikuwa”. Der auf Brettern geformte Typ etablierte sich unter dem Namen „Kamaboko”. Da weißer Fisch teuer war, wurde Kamaboko seit jeher als Delikatesse und Geschenkartikel geschätzt. Fortschritte in der Herstellungstechnik führten in der späten Muromachi-Zeit zur Entstehung von auf Brettern geformtem Kamaboko, und in der Edo-Zeit entstand und entwickelte sich gedämpftes Kamaboko. Heute wird Kamaboko nach seiner Herstellungsmethode in Kategorien wie „gedämpfter Kamaboko (einschließlich Kamaboko in Brettform)“, „gebackener Kamaboko (einschließlich Sasa-Kamaboko)“, „gekochter Kamaboko (einschließlich Hanpen und Naruto)“ und „frittierter Kamaboko (einschließlich Satsuma-Age)“ unterteilt.

Kamaboko weist regionale Besonderheiten auf, wobei in verschiedenen Gebieten einzigartige Produkte entwickelt wurden. Ein repräsentatives Beispiel ist die Spezialität „Sasa-Kamaboko“ (allgemein bekannt als Sasakama) aus Miyagi. Sasa-Kamaboko ist eine Art gebackener Kamaboko. Seine Herkunft ist unklar, aber eine Theorie besagt, dass er in der Meiji-Zeit entstand, als in der Bucht von Sendai große Mengen Flunder gefangen wurden. Um den Fisch zu konservieren, wurde das zerkleinerte Fleisch flachgedrückt, aufgespießt und gegrillt. Nach dem Krieg wurde der Name „Sasa Kamaboko“ populär, weil seine flache Form Bambusblättern ähnelte und weil Bambus im Familienwappen des Date-Clans, der Feudalherren von Sendai, als „Bambus mit Spatzen“ dargestellt ist. Der Name „Sendai Specialty Sasa Kamaboko” wurde erstmals von Hideo Abe verwendet, dem Gründer von Abe Kamaboko-ten, das 1935 (Showa 10) gegründet wurde. Hideo Abe wollte die Region wiederbeleben, indem er „Sasa Kamaboko” als Spezialität von Miyagi etablierte. In Zusammenarbeit mit Okuda Ironworks und Wako Electric entwickelte er eine automatisierte Bambusblatt-Grillmaschine, die mit Strom betrieben wurde. Darüber hinaus gab er die Konstruktionspläne an andere Unternehmen der Branche weiter und widmete sich der Entwicklung sowohl des gesamten Sektors als auch der Region Sendai.

Kürzlich habe ich im Hauptgeschäft von Abe Kamaboko-ten die Aktivität „handgegrilltes Sasakamaboko“ ausprobiert, bei der man das Sasakamaboko selbst grillt und isst. Als ich das Sasakamaboko auf den Grill im Laden legte und beide Seiten goldbraun grillte, stieg mir ein weicher, herzhafter Fischduft in die Nase. Die Textur war heiß und elastisch, und der Umami-Geschmack breitete sich in meinem Mund aus. Der Nachgeschmack und das Aroma waren ausgesprochen natürlich und aromatisch. Ich hatte vor, das sorgfältig gegrillte Sasakamaboko langsam zu genießen, aber es war so lecker, dass ich es im Nu aufgegessen hatte.

Dieses gegrillte Sasakamaboko lässt sich auch zu Hause leicht genießen. Mit dem Tetsuki Yakiami von Tsujiwa Kanaami können Sie das Aroma frisch gegrillter Speisen unverfälscht erleben. Durch die Zugabe von Wasabi-Sojasauce entsteht ein ganz neues Geschmackserlebnis. Nehmen Sie sich Zeit, jedes Stück zu genießen, während sich sein herzhafter Duft und sein Umami-Geschmack in Ihrem Mund ausbreiten.

Tetsuki Yakiami von Tsujiwa Kanaami
https://www.shokunin.com/de/tsujiwa/tetsuki.html

Referenzen
https://www.ichimasa.co.jp/enjoy/food_kamaboko.asp
https://www.kibun.co.jp/knowledge/neri/history/kigen/index.html
https://ja.wikipedia.org/wiki/%E8%92%B2%E9%89%BE
https://www.abekama.co.jp/history
https://webarchives.tnm.jp/imgsearch/show/C0022066
https://archive.library.metro.tokyo.lg.jp/da/detail?tilcod=0000000003-00020436