



[Die Geschichte von Uzuki]
Der Frühling ist da. In Japan markiert der April den Beginn des neuen Geschäfts- und Schuljahres. Historisch wurde dieser Monat „Uzuki“ genannt. Eine weithin akzeptierte Theorie besagt, dass der Name von den „u-no-hana“-Blüten (Deutzia) abgeleitet ist, die um den vierten Monat des Mondkalenders blühen. Auf dem modernen Kalender entspricht der vierte Mondmonat dem Zeitraum von Ende April bis Mitte Juni, einer Jahreszeit des Übergangs vom Frühling zum Frühsommer.
Die „utsugi“ (Deutzia crenata) ist ein sommergrüner Strauch aus der Familie der Hortensiengewächse, der im Frühsommer zahlreiche kleine weiße Blüten hervorbringt. Oft als Gartenpflanze oder in öffentlichen Parks zu sehen, wird sie mit den Schriftzeichen für „hohler Baum“ (空木) geschrieben, da das Innere ihrer Zweige hohl ist. Als eine der Pflanzen, die im „Man'yoshu“ (der ältesten Sammlung japanischer Gedichte) vorkommen, wird sie seit der Antike geschätzt.
Wie in den Liedtexten des Kinderliedes „Natsu wa Kinu“ (Summer Has Come) zu sehen ist — „An der Hecke, wo die u-no-hana duftet, ist der kleine Kuckuck (hototogisu) bereits gekommen, um zu singen“ — ist die u-no-hana tief mit dem japanischen Gefühl für die Jahreszeiten verwoben. Ihr Erscheinen entlang der Hecken wird seit der Heian-Zeit als klassisches Symbol für den Frühsommer angesehen.
Die Haupttheorie zur Etymologie von „Uzuki“ besagt, dass es eine Abkürzung für „U-no-hanazuki“ ist, den Monat der Deutzienblüten. Andere Theorien umfassen „utsuki“ (Monat des Pflanzens), der die Zeit für das Pflanzen von Reis darstellt, oder das Präfix „u“, das Geburt oder Anfang (ubu, hatsu oder san) bedeutet. Der Volkskundler Kunio Yanagita merkte ebenfalls an, dass „Uzuki mit den Konzepten von ‚Anfang‘ oder ‚Geburt‘ zusammenhängt“, obwohl verschiedene Theorien existieren. Vielleicht spiegelt sich die japanische Sicht auf das Leben — eine Jahreszeit, in der das Leben erwacht und eine neue Generation die Welt oder das Universum („u“) erfüllt — im Namen Uzuki wider.
Im Volksglauben wurden hohle Zweige wie die von Bambus oder Deutzien manchmal als „Pfade für die Götter“ betrachtet und dienten als „yorishiro“, Objekte, in denen göttliche Geister wohnen. Das Geräusch des Windes, der durch die hohlen Stängel strömt, wurde als „göttliche Rede“ interpretiert, die die Grenze zwischen der physischen und der spirituellen Welt symbolisiert. Einige vermuten sogar eine Verbindung zum Mythos von Prinzessin Kaguya. Ebenso wird gesagt, dass die Deutzie in Shinto-Ritualen verwendet wird, wobei ihrer hohlen Struktur eine besondere Bedeutung beigemessen wird.
Der Name „u-no-hana“ bezieht sich nicht nur auf die Deutzie, sondern ist auch ein Pseudonym für „okara“, das Nebenprodukt der Tofuherstellung. Ursprünglich als „o-kara“ (御殻) geschrieben, wurde es mit dem Wort für „leer“ (kara) in Verbindung gebracht, was als unglücksbringend galt. Um dies zu vermeiden, wurde es nach den kleinen weißen Blüten der Deutzie in „u-no-hana“ umbenannt. Dies spiegelt die charakteristische Weisheit des japanischen Volkes wider, das seit langem die Bedeutung von Glück bringenden Wörtern schätzt.
Durch diese Worte kann man den Wandel der japanischen Natur und der Jahreszeiten spüren. Wenn die Kirschblüten gefallen sind, warum heißen Sie nicht die „u-no-hana“ der Deutzie willkommen, um den Wechsel der Jahreszeit zu genießen?
6-sun Shallow Noodle Bowl von Hakusan Porcelain
https://www.shokunin.com/de/hakusan/mendon.html
Teller Tobikanna 5-sun von Koishiwara-yaki
https://www.shokunin.com/de/koishiwara/
Cooking & Serving Spoon S von Wadasuke Seisakusho
https://www.shokunin.com/de/wadasuke/spoon.html
Referenzen
https://ja.wikipedia.org/wiki/4%E6%9C%88
https://nlab.itmedia.co.jp/cont/articles/3302718/
https://tenki.jp/suppl/kous4/2020/04/01/29764.html